Der Wald. Ich gehöre in den Wald. Die Stadt ist tot. Ein Ameisenbau aus Beton und Asphalt. Das Geld ist die Königin und zieht gierig an unseren Strippen. Marionetten, Aufziehpuppen. Wir tragen die Krawatten wie Hunde ihr Halsband, stolz zeigen wir, wem wir gehören. Wir verschenken unser kostbarstes, unsere Zeit. Als Dankeschön werden wir süchtig nach dem schnöden Mammon, ein leeres Konzept das uns dazu konditioniert mehr Zeit zu verschenken, damit wir uns sinnlose Dinge kaufen können. Der Wald. Der Wald atmet. Der Wind in den Wipfeln, wie ein leises Flüstern. Glühwürmchen in völliger Dunkelheit wie kleine Augen. Das Moos zwischen den Fichten, wie ein flauschiger Teppich. Ein Meer aus Klee. In der Dunkelheit erwacht der Wald zum Leben, wenn all die Menschen fort sind. Wenn ich mit meinem Hund in völliger Dunkelheit im Wald stehe. Dann bin ich der Wald. Wenn der Regen fällt und die Herbstsonne dämmert. Dann fühle ich die Ewigkeit des Waldes. Ich wandere durch Marschland und Sümpfe. Ich fühle die Natur, wenn der Wind auffrischt und ein nahendes Gewitter ankündigt. Bäume beugen sich knarrend der unsichtbaren Kraft. Der Wald.
#poetry
