An düsteren Tagen, wenn die Dämmerung über kahle Äste kriecht.
Wenn das Zwielicht in diesem schmutzigen Orange über weite Felder schleicht,
Wenn die Eule der Maus den Tod verspricht,
dann höre ich das kalte Dröhnen des MGs und ich spüre das Rütteln dieser gut geölten Maschine in den zitternden Fingern meines Großvaters.
Gestandene Männer die im Dreck liegen und unbändig nach ihrer Mama schreien, wenn mit einem letzten, gurgelnden Röcheln der Schmerz versiegt, niedergemäht wie goldgelbe Halme im Spätsommer.
Dann ernten wir, was wir säten.
Morsche Kiefern wiegen sich mit dem Wind, ich lausche ihrem Klagelied.
In einer finsteren Nacht prasselt Regen auf den Asphalt.
Blitze durchzucken die Schwärze des Nachthimmels. Der Donner akzentuiert die Unerbittlichkeit dieser Welt.
Im blauen Dunst des Tabaks erahne ich das Antlitz des Fährmannes.
Wenn der Feind schmatzend erstickt am eigenen Lebenssaft, dann, ja dann reißt es junge Seelen entzwei. Erdrückt, unter der Last einer Schuld, die nicht die ihre ist. Zerfetzt, von einem Krieg der nicht der unsrige ist.
Verwundete Herzen erfrieren im ewigen Winter. Wir tragen eine Dunkelheit, die nicht die unsrige ist.
In der dunkelsten Nacht, träumen wir vom Lichte verblasster Tage.
#poetry
